Prozess
Im Atelier
Ein Werk entsteht nicht in einem Moment. Es entsteht in fünfen, die sich wiederholen, bis sie Sprache werden.
Die fünf Phasen
Funke
Minuten — TageAlles beginnt mit einem inneren Bild, einem Satz, einem flüchtigen Licht. Ich notiere, bevor ich verstehe, um die Temperatur des Moments nicht zu verlieren.
Skizze
Tage — WochenIch greife zum Papier. Ich suche nicht die richtige Form: ich suche die Richtung. Dutzende schneller Varianten, ohne mich an eine zu binden.
Aufbau
Wochen — MonateHier beginnt die körperliche Arbeit. Materialien, Schichten, Versuche, Fehler. Das Werk beginnt zu existieren und zu fordern.
Verfeinerung
WochenIch nehme mehr weg, als ich hinzufüge. Jedes Detail wird hinterfragt, bis es allein bestehen kann.
Freigabe
Ein AugenblickDas Werk hört auf, mein zu sein. Es überschreitet die Schwelle des Ateliers und beginnt sein Leben in der Welt.
Werkzeuge und Materialien
Das Atelier
Nordlicht, hohe Decke, großer zentraler Tisch. Stille gewählt, nicht gefunden.
Die Materialien
Papiere unterschiedlicher Stärke, handgeriebene Pigmente, selbst vorbereitete Träger.
Die Software
Nur wenn die Hand nicht ausreicht. Niemals als Ersatz der Hand.
Das Archiv
Jeder Versuch wird aufbewahrt. Der heutige Ausschuss ist die Richtung von morgen.
Das tägliche Ritual
Ich betrete das Atelier um sechs. Kurzer Spaziergang, Kaffee, Stille, dann die erste Linie, bevor der Verstand Zeit hat zu urteilen.
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